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Ein Nachruf auf Künstleragentin Doris Fuhrmann

Doris Fuhrmann, Mutter von Regisseurin Stephanie Mohr und Chefin der renommiertesten Künstleragentur Österreichs (www.fuhrmannmanagement.com), starb am Dienstag unerwartet im Alter von 72 Jahren.


„Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe.

Ist es doch so wie mit der Sonne:

Wir sehen sie am Horizont untergehen,

aber wissen, dass sie „drüben“ weiter scheint.“

Johann Wolfgang von Goethe

Ihr Name bürgte stets für Qualität. Als eine der wichtigsten KünstleragentInnen Österreichs, hatte die Wienerin (1948-2020) immer ein ausserordentliches Gespür für große Talente. So finden sich verständlicherweise auch die besten Namen der heimischen Schauspiel-Theater-Film- & Musicalbranche in ihrer Agentur: Ruth Brauer-Kvam, Ursula Strauss, Alma Hasun, Katharina Straßer, Sandra Cervik, Susa Meyer, Florence Kasumba, Raphael von Bargen, Till Firit, Florian Carove, Alexander Pschill, Peter Scholz, Erich Schleyer, Aaron Friesz,…um nur einige zu nennen.

Unter anderem leitete Doris Fuhrmann auch das ORF-Büro in Paris und später das Betriebsbüro der Vereinigten Bühnen Wien unter Peter Weck und Rudi Klausnitzer. 1998 gründete sie ihre eigene Agentur „Doris Fuhrmann Management“ und vermittelte und betreute die von ihr vertretenen Schauspielerinnen und Schauspieler, Regisseure, Kostümbildner und Autoren in den Bereichen Theater, Musical, Film und Fernsehen mit einer beinahe mütterlichen Fürsorge. So sah man sie immer wieder mit ihren Schützlingen gutgelaunt im Theater sitzen.

Mit ihrer 1972 in Genua geborenen Tochter, Regisseurin Stephanie Mohr, verband Fuhrmann stets ein sehr enges, liebevolles Band. Für die Künstler-und Kulturszene ist Doris Fuhrmanns Ableben ein sehr herber Verlust. Für ihre Familie ein wohl kaum vorstellbarer.

Wir von Critical Minds möchten unser tiefstes Mitleid und Bedauern über das Ableben von Doris Fuhrmann aussprechen und wünschen ihrer Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit. Sie ist und bleibt unvergessen.

Was ist sterben?

„Ein Schiff segelt hinaus und ich beobachte wie es am Horizont verschwindet.

Jemand an meiner Seite sagt: „Es ist verschwunden.“

Verschwunden wohin?

Verschwunden aus meinem Blickfeld – das ist alles.

Das Schiff ist nach wie vor so groß wie es war als ich es gesehen habe.

Dass es immer kleiner wird und es dann völlig aus meinen Augen verschwindet ist in mir,

es hat mit dem Schiff nichts zu tun.

Und gerade in dem Moment, wenn jemand neben mir sagt, es ist verschwunden, gibt es Andere,

die es kommen sehen, und andere Stimmen, die freudig Aufschreien: „Da kommt es!“

Das ist sterben.“

Chefredakteurin bei CRITICAL MINDS MAGAZIN +++ Ressortleitung: Theater-Film-Stars +++ Davor als Kultur-Redakteurin tätig bei SCHiCKMagazin, KURIER Medienhaus und der Tageszeitung HEUTE.

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